
Zahlen, Daten, Fakten
Die Krebsregister in der Bundesrepublik sammeln Daten zur Häufigkeit von Hautkrebs. Erfasst werden das maligne Melanom ("Schwarzer Hautkrebs"), sowie die Basal- und Spinalzellkarzinome. Die Systematik ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Vereinten Nationen vorgegeben. Grundlage der Statistik sind die Meldungen der behandelnden Ärzte. Aktinische Keratosen werden hier noch nicht erfasst, weil es sich bei ihnen um ein nicht-invasives Carcinoma in situ handelt.
Basalzellkarzinom
Das Basalzellkarzinom macht ca. 80 Prozent der hellen Hautkrebsfälle aus. In Deutschland gibt es ca. 100 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner und Jahr. Da diese bösartige Erkrankung sehr selten metastasiert, wird sie weniger engmaschig kontrolliert und die Zahlen dazu sind eher wage.
Plattenepithelkarzinom
Das Plattenepithelkarzinom kann sich aus einer aktinischen Keratose entwickeln, hier wird eine Inzidenzrate von 20 bis 30 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner angegeben.
Aktinische Keratosen
In Deutschland erkranken ca. 6 Mio. Menschen an Aktinischen Keratosen (AK). Schätzungen für die Zukunft besagen, dass jeder zweite Deutsche in seinem Leben eine AK entwickeln wird. Ca. 10 Prozent der Aktinischen Keratosen werden später zu einem Plattenzellkarzinom.
Malignes Melanom
In Deutschland erkranken jährlich etwa 13.700 Menschen am schwarzen Hautkrebs, dem so genannten malignen Melaon, darunter ca. 7.700 Frauen und ca. 6.000 Männer. Damit macht das Maligne Melanom in Deutschland etwa 3 % aller Krebsneuerkrankungen aus und verursacht etwa 1 % aller Krebstodesfälle. Als bösartige Neubildung der Pigmentzellen entstehen die meisten Malignen Melanome im Bereich der Haut (Schwarzer Hautkrebs).
Die Erkrankungsraten am Malignen Melanom der Haut in Deutschland liegen im Vergleich mit den GLOBOCAN-Daten für die anderen EU-Länder an dritter bzw. vierter Stelle für Männer und Frauen. Die höchste Inzidenz wird für Männer in Schweden und Dänemark ermittelt, für Frauen in Dänemark, Österreich und Schweden. Ähnlich wie in Europa insgesamt zeigt sich auch ein leichtes Nord-Süd-Gefälle innerhalb Deutschlands. In Relation zu den deutschen Werten sehr niedrige Raten treten für beide Geschlechter in Griechenland auf. Die Hautpigmentierung der jeweiligen Bevölkerung bedeutet einen wichtigen Schutzfaktor bzw. die Geringpigmentierung der nordeuropäischen Bevölkerung sollte zu entsprechenden Sonnenschutzmaßnahmen führen.
Quelle: Krebs in Deutschland. 5. überarbeitete, aktualisierte Ausgabe. Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. und das Robert-Koch-Institut (Hrsg.), Saarbrücken, 2006.
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF): Leitlinie zum Basalzellkarzinom, 2007a: In Zusammenarbeit mit der AG Dermatologische Onkologie (ADO) der Deutschen Krebsgesellschaft: www.awmf.org vom 2.4.2009
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF): Leitlinie zum Plattenepithelkarzinom, 2007b: In Zusammenarbeit mit der AG Dermatologische Onkologie (ADO) der Deutschen Krebsgesellschaft: www.awmf.org vom 2.4.2009






