Schwarzer Hautkrebs
Ist eine Hautveränderung nach der ABCDE-Regel auffällig, würde sie der Dermatologe mittels Auflichtmikroskopie mit einem sogenannten Dermatoskop (Vergrößerungsglas) noch einmal beurteilen. Erscheint sie ihm verdächtig, würde sie entfernt und feingeweblich untersucht. Dabei werden Größe und äußere Beschaffenheit des Tumors genau protokolliert. Zeigt sich, dass es sich wirklich um schwarzen Hautkrebs handelt, kommen verschiedene andere Untersuchungen hinzu:
Laboruntersuchungen
Ein Blutbild beispielsweise kann Aufschluss darüber geben, ob der Tumor bereits zu streuen begonnen hat.
Ultraschall
Mit Hilfe des Ultraschalls (Sonographie) werden die nahegelegenen Lymphknoten untersucht um Klarheit darüber zu bekommen, ob sie bereits vergrößert sind. Auch das wäre ein Hinweis darauf, dass der Tumor bereits angefangen hat, zu streuen.
Bildgebende Verfahren
Röntgen- oder Magnetresonanz-Tomographien tasten Teile des Körpers oder auch den ganzen Körper ab. Mit diesen Verfahren lassen sich Metastasen in anderen Organen auffinden. Knochenszintigraphien unterstützen dabei, Metastasen im Skelett aufzufinden.
Sind alle diese Untersuchungen abgeschlossen, hat der behandelnde Arzt einen genauen Steckbrief des Tumors, der dann mittels der TNM-Klassifizierung für solide Tumore auch genau beschrieben werden kann. Diese Stadieneinteilung des Tumors ist Voraussetzung für seine effektive Bekämpfung.
Die klinische Einteilung, wie sie in der täglichen Praxis erfolgt, bevor die feingeweblichen Daten bekannt sind, sieht drei Stadien vor, wobei Stadium I das ausschließliche Vorhandensein eines Primärtumors bezeichnet; bei Stadium II finden sich regionäre Lymphknotenmetastasen; Stadium III ist durch Aussaat von Tumorzellen auf dem Blutweg mit Fernmetastasen und insbesondere Organmetastasierung gekennzeichnet.
Stadieneinteilung nach dem TNM-System
Die UICC hat eine T (Tumor)-, N (Nodus, Lymphknoten)-, M (Metastase)-Klassifikation in einer überarbeiteten Version von 1987 vorgelegt, die die Stadien I-IV unterscheidet.
pTis wird als Abkürzung verwandt (is: in situ), wenn noch kein eigentlicher in die Tiefe vordringender Tumor vorhanden ist, in der Epidermis jedoch schon eine Melanozytenvermehrung mit atypischen Zellen begonnen hat und man von einem Melanoma in situ spricht. Nach einer anderen Namensgebung spricht man von Clark-Level I.
pT0 wird verwandt, wenn der Primärtumor nicht auffindbar ist.
Die einzelnen Kategorien der TNM-Klassifikation beschreiben den Primärtumor (pT) sowie seine lokale Ausdehnung.






