
Früherkennung
Gesetzlich Versicherte haben ab dem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Untersuchung zur Früherkennung von Hautkrebs (Hautkrebs-Screening). Dieses kann bei einem speziell geschulten Hausarzt oder aber beim Dermatologen erfolgen.
Hauttumoren sind gut mit dem bloßen Auge zu erkennen. Deshalb kann auch jeder selbst sein Auge schulen, um seine Haut regelmäßig kontrollieren und so mögliche Veränderungen wahrnehmen zu können. Vor allem die Bereiche, die häufig dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, die so genannten Sonnenterassen wie das Gesicht, das Dekolleté, die Oberseiten der Hände und Füße sowie die Unterarme, sollten regelmäßig betrachtet werden. Auch den Schleimhäuten im Gesicht oder im Genitalbereich sollte man Aufmerksamkeit schenken.
Ziel dieser gemeinsamen Anstrengung ist die frühzeitige Erkennung der drei häufigsten Hautkrebsformen, die in zwei Gruppen unterteilt werden:
Heller Hautkrebs
Basalzellkrebs tritt meist an lichtexponierten Hautstellen auf, kann aber auch am Körperstamm gefunden werden. Die Geschwüre sehen normalerweise wie kleine rötliche Knötchen oder Flecken aus und können auch Hautatrophien oder Narben ähneln (knotig, flach, geschwürartig, narbenförmig). Bei fehlender Behandlung bricht der zentrale Bereich häufig auf und kann wiederholt bluten oder verkrusten. Basalzellkrebs wächst langsam und befällt extrem selten andere Körperteile. Unbehandelte Geschwüre können jedoch das umliegende Gewebe stark zerstören, so dass auch Knochen und Knorpel in Mitleidenschaft gezogen werden.
Stachelzellkrebs kann den Basalzellkarzinomen ähneln, die Geschwüre sind aber normalerweise eher schuppig und heben sich in der Regel von der Hautoberfläche ab. Plattenepithelkarzinome treten oft am Kopf (insbesondere an den Ohren und Lippen) oder im Nacken auf. Auch die Rückseiten der Arme und Hände sind häufig betroffen. Oft entwickeln sich Plattenepithelkarzinome aus aktinischen Keratosen. Wenn das Plattenepithelkarzinom frühzeitig behandelt wird, ist es heilbar. Wird der Tumor jedoch dicker und dringt tiefer in die Haut bzw. das darunter liegende Gewebe ein, kann er zu den Lymphknoten streuen, die dann entfernt werden müssen. Bei nicht erfolgreicher Behandlung streut das Plattenepithelkarzinom nach innen und kann tödlich sein.
Schwarzer Hautkrebs
Im Gegensatz zu Basalzellkrebs und Stachelzellkrebs treten maligne Melanome gewöhnlich als unregelmässige, braune Punkte oder bösartig veränderte Pigmentflecken auf. Wird das Melanom frühzeitig erkannt, ist es normalerweise heilbar. Streut es jedoch in andere Bereiche des Körpers ist es tödlich. Auch hier ist es essentiell, bereits frühe Stadien zu erkennen, um den Krebs rechtzeitig wirksam bekämpfen zu können.
Schwarzer Hautkrebs kann sehr unterschiedlich aussehen. Die typische „Blickdiagnose Hautkrebs“ gibt es deshalb nicht. Verändert sich aber ein über Jahre gleich gebliebener Leberfleck oder treten neue Leberflecke auf, sollten diese beobachtet und einem Hautarzt vorgestellt werden.
Um einen Leberfleck richtig einzuschätzen, hilft die ABCDE-Regel. Wenn mindestens eines der folgenden Merkmale zutrifft, muss ein Arzt einen Blick auf die betroffene Hautstelle werfen.






