
Andere seltene Arten
Neben diesen genannten Formen des Hautkrebses gibt es noch einige sehr seltene bösartige Erkrankungen wie beispielsweise das Kaposi-Sarkom, das Merkelzellkarzinom oder kutane Lymphome. Die Zahl der Betroffenen liegt hier jeweils bei weniger als einem Erkrankten pro 100.000 Menschen.
Das Kaposi-Sarkom
Das Kaposi-Sarkom tritt bevorzugt bei Männern jenseits des 50. Lebensjahres auf. Es ist ein seltener Hauttumor, der in den meisten Fällen an den Beinen in Form von blauroten oder dunkelbraunen Pusteln lokalisiert und oft von kleinen Blutungen durchsetzt ist. Das "klassische Kaposi-Sarkom" bleibt meist auf die Beine beschränkt, wächst nur sehr langsam auf der Haut und bildet sehr selten Tochterabsiedlungen in anderen Organen.
Eine deutlich aggressivere Form des Kaposi-Sarkoms tritt bei fortgeschrittener AIDS-Erkrankung auf. Das AIDS-assoziierte Kaposi-Sarkom erscheint in Form von rötlichen oder blauroten, leicht erhabenen, runden bis ovalen Plaques, die sich innerhalb von wenigen Monaten auch in inneren Organen ausbreiten und innere Blutungen verursachen können. Oft wird nicht als erstes die Haut, sondern die Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes oder der Mundhöhle befallen.
Das langsam wachsende Kaposi-Sarkom bei älteren Männern, die ansonsten keine Beschwerden haben, bedarf in der Regel keiner Behandlung. Die Hauterscheinungen können unter örtlicher Betäubung durch Vereisung, Ausbrennen mit der Elektronadel oder Herausschneiden mit dem Skalpell entfernt werden. Auch die Strahlentherapie kann zur Zerstörung der Herde eingesetzt werden.
Für das fortgeschrittene AIDS-assoziierte Kaposi-Sarkom stehen verschiedene medikamentöse und chemotherapeutische Behandlungsmethoden zur Verfügung.






