Schwarzer Hautkrebs

Seltener, aber viel bekannter und gefürchteter als der helle Hautkrebs ist der schwarze Hautkrebs. Die Krebszellen können sich hier sehr leicht und schnell über das Lymphsystem ausbreiten. So entstehen Tochterabsiedlungen in anderen Organen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr kontrollierbar sind.

Das maligne Melanom

Das maligne Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt, ist ein bösartiger, von den pigmentbildenden Zellen der Haut (Melanozyten) ausgehender Tumor. Fast 50 Prozent aller Melanome entwickeln sich aus pigmentierten Muttermalen. Sie können allerdings auch "spontan" auf völlig unauffälliger Haut entstehen.

Das maligne Melanom zählt zu den gefährlichsten Krebserkrankungen. Das liegt vor allem in seiner Neigung, sich schon in frühen Krankheitsstadien auszubreiten und Tochterabsiedlungen in anderen Organen zu bilden. Wenn dies geschehen ist, bevor das Melanom erkannt wird, sind die Heilungschancen schlecht.

Die Häufigkeit hat in den letzten Jahren überall auf der Welt stark zugenommen. In Deutschland hat sie sich seit 1990 mehr als verdoppelt. Die Gründe dafür sind sicher vielschichtig, aber vieles weist auf die bedeutende Rolle der UV-Strahlen hin.

Menschen mit sonnenempfindlicher Haut sind stärker gefährdet als andere. Rotblondes Haar und ein entsprechender Hautton bringen ein fast fünffach höheres Risiko mit sich als schwarzes Haar mit dunklerem Hautton.

Das maligne Melanom tritt in sehr unterschiedlichen Formen auf. Die häufigste ist das oberflächlich spreitende Melanom:

Etwa 65% der Melanome gehören zu dieser Form. Typisch ist das zunächst oberflächliche Wachstum. Ein Wachstum in die Tiefe zusammen mit einer Knotenbildung findet erst später statt. Die Farbe ist meist dunkelbraun bis schwarz.

Das knotige (noduläre) Melanom tritt in etwa 20% aller Fälle auf.

Typisch ist das meist frühzeitige Tiefenwachstum, die oberflächliche Ausbreitung der meist bläulich-schwarzen oder auch dunkelbraunen halbkugeligen Knoten ist gering.

Je oberflächlicher das Melanom in die Haut eingewachsen ist, desto größer ist die Heilungschance.

Ist es aber bereits tiefer eingedrungen, besteht die Gefahr, dass sich einzelne Melanomzellen lösen und - durch die Lymph- oder Blutbahn ausgebreitet - Tochterabsiedlungen (Metastasen) in den verschiedenen Bereichen des Körpers, z. B. in Organen wie der Leber, bilden.

Diese Metastasen können innerhalb weniger Jahre zum Tode führen. Der Krankheitsverlauf ist sehr unterschiedlich und scheint vor allem von der individuellen Abwehrkraft des Immunsystems abzuhängen.

Einzelne Patienten überleben bei ansonsten guter Gesundheit viele Jahre, obwohl das Melanom sich bereits ausgebreitet hat.

Im Kampf gegen den Hautkrebs spielt die Früherkennung eine der wesentlichsten Rollen. Über regelmäßige Selbstuntersuchungen der eigenen Haut (ABCD-Regel) können Sie frühzeitig entdecken, wo neue Hautveränderungen auftreten und vorhandene Leberflecken gewachsen sind.

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