Nachrichten
Ergebnisse der Online-Umfrage zum Hautkrebs-Screening
12.05.2010
Seit der Einführung 2008 haben rund 11 Millionen Versicherte, also ca. 25 Prozent der Anspruchsberechtigten, das Hautkrebs-Screening wahrgenommen.
Einen ersten Eindruck über die Zufriedenheit der Screening-Teilnehmer geben die Ergebnisse der Online-Umfrage, zu der die Deutschen Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e.V. aufgerufen hatte.
Vom 2. Februar bis zum 15. April 2010 konnten Versicherte ihre Erfahrungen mit dieser Untersuchung mitteilen. Die Teilnahme war freiwillig und anonym, auch eine Mehrfachteilnahme wurde nicht ausgeschlossen; somit ist die Umfrage nicht repräsentativ. Die Ergebnisse der Online-Umfrage lassen sich nicht auf die Gesamtbevölkerung hochrechnen. Vielmehr ergibt sich aus der Umfrage ein Stimmungsbild darüber, wie die Bevölkerung das Screening annimmt und wo in Einzelfällen Verbesserungen nötig sind. Teilgenommen haben 533 Personen, davon 47 Prozent Männer und 53 Prozent Frauen.
Die Mehrheit der 533 Teilnehmer bewertet diese Untersuchung als positiv: 80 Prozent äußerten die Absicht, erneut zum Hautkrebs-Screening zu gehen. Etwa 50 Prozent haben die Untersuchung bereits in ihrem Umfeld weiterempfohlen und weitere 35 Prozent planen, dies noch zu tun.
Einen gewissen Verbesserungsbedarf scheint es noch bei der Durchführung der standardisierten Ganzkörperuntersuchung sowie der Beratung zu geben. Der Genitalbereich wurde bei knapp der Hälfte der Teilnehmer untersucht, Kopfhaut und Zehenzwischenräume bei rund 55 Prozent. Rund 30 Prozent der Befragten fühlten sich vor der Untersuchung sehr oder eher schlecht über den Untersuchungsablauf informiert. Die meisten Teilnehmer wurden von ihrem Arzt/ihrer Ärztin über die Selbstuntersuchung und den Umgang mit UV-Strahlung informiert, die Beratung zu weiteren Krebsfrüherkennungsuntersuchungen war jedoch nur bei rund einem Viertel tatsächlich Bestandteil des Screenings. Hier zeigt sich, wie wichtig und hilfreich es ist, wenn der Versicherte bereits vor der Untersuchung über deren Ablauf informiert ist. Dies betont auch ein Teilnehmer der Umfrage: „Ohne eigene (Vorab-)Recherche und das Lesen des Informationsmaterials in der Praxis hätte ich nicht wirklich gewusst, worauf ich achten muss (weder aktuell für die Untersuchung noch zukünftig im Verhalten).“ Ein anderes Teilnehmer schreibt: „Vorab über die Untersuchung informiert zu sein, hat mich überhaupt erst dazu bewogen, auf eine Untersuchung der Kopfhaut zu drängen. Deshalb halte ich die Information unabhängig vom behandelnden Arzt für sehr sinnvoll.“
Erfreuliches Ergebnis der Online-Umfrage: Nur rund 15 Prozent der Teilnehmer empfanden die Untersuchung sehr oder eher unangenehm, etwa 57 Prozent fanden, die Untersuchung war in Ordnung (34,2%) oder sogar vollkommen in Ordnung (22,4%).
Weitere Ergebnisse sowie Abbildungen der Umfrage-Ergebnisse finden Sie hier.
Quelle: www.hautkrebs-screening.de
