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Hautkrebs auf dem Vormarsch
01.06.2010
Häufigkeit von nicht-melanozytärem Hautkrebs in den USA dramatisch gestiegen
Nicht-melanozytärer Hautkrebs, auch heller Hautkrebs genannt, wird immer häufiger diagnostiziert. Das belegen einmal mehr die Ergebnisse einer US-amerikanischen Studie, die die Entwicklung der Krebshäufigkeit in den Jahren 1992 bis 2006 nachvollzog. Dem Bericht der Untersuchung in der Fachzeitschrift Archives of Dermatology zufolge erkranken offenbar viel mehr Menschen in den USA an einem Basalzellkarzinom (Basaliom) oder einem Plattenepithelkarzinom, als bislang angenommen wurde.
Die Zahlen zeigten, so die Forscher, dass allein im Jahr 2006 in den USA vermutlich rund 3,5 Millionen Menschen an nicht-melanozytärem Hautkrebs erkrankt waren. Von 1992 bis 2006 stieg die Zahl der Fälle um 77 Prozent, d.h. um mehr als drei Viertel.
Die Forscher sprechen in ihrem Fazit von einem „dramatischen“ Anstieg der Fälle von nicht-melanozytärem Hautkrebs. In Deutschland wird die Häufigkeit von nicht-melanozytärem Hautkrebs nicht flächendeckend erfasst, weshalb nur vorsichtige Schätzungen möglich sind. Demnach erkranken hierzulande ca. 120 von 100.000 Einwohnern an hellem Hautkrebs, davon 100 am Basalzellkarzinom und 20 am Plattenepithelkarzinom. Auffällig ist, dass zunehmend auch jüngere Menschen von diesen Krebsarten betroffen sind. Als Hauptverursacher für nicht-melanozytären Hautkrebs gilt Sonnenlicht. Die gesetzlichen Krankenkassen bieten in Deutschland für Personen ab dem 35. Lebensjahr ein Hautkrebsscreening an. Dabei wird die Haut alle zwei Jahre auf schwarzen Hautkrebs, das maligne Melanom, und nicht-melanozytären Hautkrebs untersucht.
Source: Archives of Dermatology 2010, 146(3):283-287
Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
