21.11.2011

Krebsforscher vernetzten sich gegen Hautkrebs

Zahlreiche Wissenschaftler aus ganz Deutschland haben sich 2008 in einem von der Deutschen Krebshilfe mit 2,8 Millionen Euro geförderten nationalen Forschungsverbund zusammengeschlossen, um neue Therapieverfahren gegen den Schwarzen Hautkrebs zu entwickeln. Aufgrund der sehr guten Ergebnisse der ersten Förderperiode wird der Verbund von der Deutschen Krebshilfe für weitere drei Jahre mit 3,2 Millionen Euro gefördert.


Deutsche Krebshilfe fördert Forschung mit weiteren 3,2 Millionen Euro Bonn (gb) Das Maligne Melanom, auch Schwarzer Hautkrebs genannt, ist die aggressivste Form des Hautkrebses. Der Tumor bildet bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Erkrankung Metastasen, die sich schnell im ganzen Körper ausbreiten. Häufig sind diese Tochtergeschwülste unempfindlich gegenüber Chemo- oder Strahlentherapien. Zahlreiche Wissenschaftler aus ganz Deutschland haben sich daher 2008 in einem von der Deutschen Krebshilfe mit 2,8 Millionen Euro geförderten nationalen Forschungsverbund zusammengeschlossen, um neue Therapieverfahren gegen den Schwarzen Hautkrebs zu entwickeln. Aufgrund der sehr guten Ergebnisse der ersten Förderperiode wird der Verbund von der Deutschen Krebshilfe für weitere drei Jahre mit 3,2 Millionen Euro gefördert.

Gemeinsames Ziel der Wissenschaftler ist es, die zellulären Vorgänge aufzuklären, die dazu führen, dass ein Tumor entsteht und sich im Körper ausbreitet. Denn gerade die Mechanismen in den Krebszellen, die für die Tumorausbreitung und das anschließende Anwachsen gestreuter Tumorzellen verantwortlich sind, machen den Schwarzen Hautkrebs so gefährlich. Nur wenn wir die grundlegenden Regulationsmechanismen in der Zelle verstehen, ist es möglich, neue Medikamente zu entwickeln, um das Krebswachstum dauerhaft zu stoppen, erklärt Frau Professor Dr. Anja Boßerhoff, Institut für Pathologie der Universität Regensburg. Sie ist Sprecherin des Forschungsverbunds.

Im Rahmen dieses Verbundprojekts arbeiten 14 universitäre Kliniken und Institute in Berlin, Bonn, Essen, Heidelberg, Jena, Köln, Leipzig, Lübeck, München, Regensburg, Rostock, Tübingen und Würzburg eng zusammen. Alle beteiligten Arbeitsgruppen sind seit langem in der Melanomforschung aktiv und haben bereits nachhaltig zu neuen Erkenntnissen auf diesem Gebiet beigetragen, in den letzten drei Jahren maßgeblich im Rahmen des Verbundes, so Boßerhoff. Die nationale Vernetzung ermöglicht gemeinsame Untersuchungen aus unterschiedlichen Blickpunkten sowie einen intensiven inhaltlichen und methodischen Wissensaustausch.

Auf diese Weise können über die Leistungen von Einzelprojekten hinaus entscheidende neue Erkenntnisse erzielt werden, die das Krankheitsverständnis deutlich voranbringen und es so ermöglichen, neue Therapien gegen den schwarzen Hautkrebs zu entwickeln, hält Boßerhoff fest. Die Verlängerung der Förderung durch die Deutsche Krebshilfe bestätigt die Qualität der Forschung, die wir in den letzten Jahren im Melanomverbund geleistet haben und motiviert uns sehr.

Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, betont: Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 195.000 Menschen an Hautkrebs, 24.000 davon am gefährlichen Malignen Melanom. Es ist daher von besonderer Bedeutung, hochwirksame Therapien gegen diese Erkrankung zu entwickeln und die Therapiestrategien zu verbessern.

Quelle: Deutsche Krebshilfe e. V.


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