
Wo ein Tumor ist, kann auch ein zweiter kommen
An schwarzem Hautkrebs kann man nicht nur einmal erkranken. Besondere Aufmerksamkeit scheint innerhalb des ersten Jahres nach der Erstdiagnose geboten.
Eine Erkrankung an schwarzem Hautkrebs macht nicht etwa immun: Patienten, die ein erstes malignes Melanom überstanden haben, sind nicht davor gefeit, einen zweiten solchen Hauttumor zu bekommen. Am größten scheint das Risiko innerhalb des ersten Jahres nach der Diagnose der ersten Hautkrebserkrankung. Das geht aus einem Bericht von Wissenschaftlern in der Fachzeitschrift Cancer hervor.
Demnach ist ein zweites malignes Melanom gar nicht so selten – bei knapp acht Prozent der in der Studie erfassten 788 Patienten mit schwarzem Hautkrebs kam es in den Folgejahren zu mindestens einem weiteren Melanom. Die meisten davon traten innerhalb des ersten Jahres nach der Erstdiagnose auf. Ältere Personen jenseits des 60. Lebensjahres waren häufiger betroffen als jüngere.
Die Forscher untersuchten in Gewebeproben auch die biologischen Eigenschaften der Erst- und Zweittumoren und stellten dabei keine wesentlichen Unterschiede fest. In früheren Analysen hatte sich gezeigt, dass zweite maligne Melanome im Durchschnitt eine geringere Dicke aufweisen als erste Tumoren und auch eine bessere Prognose haben. Dies, so die Studienautoren, sei angesichts der neuen Erkenntnisse vermutlich nicht auf andere biologische Eigenschaften der Zweittumoren zurückzuführen. Vielmehr würden sich Patienten, die bereits ein malignes Melanom überstanden hätten, auf Anraten ihrer Ärzte wahrscheinlich einem intensiveren Hautkrebsscreening unterziehen als die Allgemeinbevölkerung, sodass weitere Tumoren bereits früh erkannt werden könnten.
Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft e. V.
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